Zum Genfer See und Bodensee – Tag 8
Was für ein seltsamer Tag. Ein Tag voller Höhen und Tiefen.
Der erste Höhepunkt – ein wirklich fantastisches Frühstück. Der erste Tiefpunkt – mein Rad wurde in der Nacht nicht geladen. Anscheinend hat die benutzte Verlängerung nicht richtig funktioniert. Da eine Tagesetappe von über 100 Kilometern geplant war, entschlossen wir uns im Hotel zu warten, bis der Akku komplett aufgeladen war. So konnten wir dann erst nach 13 Uhr starten.
Später der nächste Höhepunkt – ein idyllischer Zugang zum See mit traumhaften Panorama, und das bei herrlichem Sonnenschein. Schöner kann die Welt nicht sein. Dann der nächste Tiefpunkt – Autofahrer mit Mordabsichten. Ungelogen. Der Idiot, bitte entschuldigt die Ausdrucksweise, quetschte sich trotz Gegenverkehr an uns vorbei. Das waren nur Zentimeter 😧 und auch der Gegenverkehr meinte, zur Hupe greifen zu müssen.
Dass der Verkehr Richtung Lausanne unangenehm werden könnte, hatte ich mir vorher schon gedacht, aber die Straße vom Genfer See weg Richtung Lac de Neuchâtel war dann einfach nur grausam. Es war warm, es ging bergauf und die Autos sausten im Sekundentakt an uns vorbei. Es stank nach Abgasen und war laut. Der nächte Tiefpunkt.
In Cheseaux-sur-Lausanne machten wir dann völlig entnervt (zumindest ich war das 😬) Pause. Eis und Getränk verbesserten die Stimmung, besonders aber die Erkenntnis, gleich von dieser unsäglichen Straße abbiegen zu können. Tatsächlich waren dann die folgenden Kilometer wieder sehr schön und entspannt. Wir hatten uns zwischenzeitlich entschlossen, unser eigentliches Ziel in Portalban aufzugeben und schon in Yverdon-les-Bains zu übernachten, auch wenn wir wahrscheinlich die bereits bezahlten Hotelkosten für das ursprüngliche Hotel nicht erstattet bekommen.
Wenn man möchte, könnte man den ca. 10 km vor unserem Ziel gesperrten Weg auch noch als Tiefpunkt sehen, aber es gab eine sehr gut zu fahrende Straße quasi ohne Verkehr als Alternativroute, und das Schild am geschlossenen Gatter besagte, dass aktuell die Bisons (also wahrscheinlich Wisente) im Park sind und deswegen der Weg aktuell gesperrt ist. Ein netter Grund.
Das Abendessen im Ort war dann noch mal ein unerwarteter Höhepunkt. Wir haben uns zur Abwechslung für einen Thai entschieden und wurden mit sehr leckerem Essen überrascht.



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