Zum Genfer See und Bodensee – Tag 16

Der letzte Tag der Tour. Freuen wir uns auf zu Hause, oder finden wir es schade, dass die Reise nach heute vorbei sein wird? Wir sind uns nicht sicher, wahrscheinlich trifft beides zu.

Heute sollte es quer durch den Odenwald gehen. Es waren nur noch etwa 70 Kilometer zu fahren und Peter durfte eine Tour auswählen, die eher nach seinem Geschmack war. Also abseits von Straßen und gut ausgebauten Wegen, am liebsten über Stock und Stein quasi quer durch den Wald.

Da ich schon häufiger Erfahrung mit „solchen“ Wegen machen durfte und Peters Begeisterung nicht teile, wenn ich fast stecken bleibe, weil es einfach – für mich – unfahrbar wird, habe ich nicht ganz so ruhig schlafen können, zumal zu Beginn der Etappe gleich eine Steigung von etwa 380 Höhenmetern anstand.

Und tatsächlich, gleich der erste Weg in den Wald hinein bestätigte alle meine Befürchtungen. Immerhin konnte man den Weg noch erkennen, aber die Kombination aus dicken Steinbrocken, Baumwurzeln, aufgeweichten Abschnitte (wo kam das Wasser her, es hat doch ewig nicht geregnet?), durch Wildschweine aufgewühlter Boden und diverser Pflanzenbewuchs hat mich doch etwas gestresst. Zumindest die Steigung war hier aber noch erträglich. Nach ca. 1,5 Kilometern erreichten wir dann einen „normalen“ Schotterweg, der zwar einfacher zu befahren war, aber dafür kilometerlang mit deutlicher Steigung nach oben führte 🥵. An einer Abzweigung entschieden wir uns, nicht wieder den vorgeschlagenen Stock-und-Stein-Weg zu nehmen, sondern dem Schotterweg weiter nach oben zu folgen. Um dann wieder auf unsere Route zu gelangen, mussten wir einen kurzen kleinen Weg nehmen, wo wir zunächst durch ein enges Tor und über einen dünnen Baumstamm schieben mussten – aua, Brennesseln -, dann aber wieder fahren konnten. Oben angekommen überraschte uns ein perfekter Radweg, auf dem wir zunächst weiter durch die Höhen des Odenwalds fahren konnten.

Ähnlich ging die restliche Fahrt durch den Odenwald weiter. Schotterwege, mal mehr, mal weniger gut befahrbar, wechselten sich mit perfektem Asphalt, weichen Waldwegen und von schweren Maschinen malträtierten Forstwegen ab. Zumindest unsere Fahrräder kamen mit den Bedingungen gut klar 😊

Nach etwa 73 Kilometern und 810 Höhenmetern erreichten wir Dieburg und damit das Ende unserer diesjährigen Spätsommer-/Herbsttour.

Schön wars 🚴🏻‍♀️🚴⛰️🇩🇪🇫🇷🇨🇭🇦🇹☀️🥵😊

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