Zum Genfer See und Bodensee – Tag 7
Die heutige Etappe sollte uns zu unserem ersten Zwischenziel führen – aus den Hügeln des Jura bis an den Genfer See. Dazu waren über die gesamte Strecke verteilt über 1000 Höhenmeter zu bewältigen, bevor es am Ende ungefähr 800 Höhenmeter abwärts zum See gehen sollte.
Das Wetter war heute wieder recht gut, ein Mix aus Sonne und manchmal auch etwas dunkleren Wolken, aber stabil trocken. Die Temperaturen waren recht frisch, was aber wohl auch an der Höhe lag, auf der wir unterwegs waren. Unser höchster Punkt lag bei knapp 1300 m ⛰️
Die meiste Zeit waren wir ohne viel Verkehr auf kleineren Straßen oder Wegen unterwegs. Das größte Problem war wieder, wie schon am Vortag, in der Gegend unterwegs eine Möglichkeit zur Stärkung zu finde. Wir nutzten dann die erste, und für viele Kilometer auch einzige Möglichkeit, zu einem Verpflegungsstopp. Der Außenbereich war gut gefüllt mit Motorrad- und Radfahrern – es ging wohl einigen so wie uns 😋
Normalerweise bin ich ja eher diejenige, die pienst und jammert, aber heute hatte Peter einen schlechten Tag. Mit jeder Steigung stieg auch seine schlechte Laune 😤, bis beim letzten Anstieg kurz vor der schweizer Grenze nur noch eine längere Pause half. Danach ging es aber bald abwärts Richtung Genfer See.
Eine für uns völlig überraschende Straßensperrung hat uns dann aber nochmal irritiert. Ohne Ankündigung, zumindest haben wir keine gesehen, ging es nicht mehr weiter. Ein Rennradler kurz vor uns, trug sein Rad um die Sperre herum und fuhr weiter, ein Schwertransporter versuchte ziemlich aussichtslos zu drehen. Wir entschieden uns, um den ersten Teil der Sperre ebenfalls herum zu schieben, und dann einen kleinen Weg in den Wald zu nehmen. Laut Karte sollte der später wieder auf die Straße stoßen. Der erste, einsehbare Teil des Weges war asphaltiert und sah zwar steil, aber machbar aus. Wenige Meter später ging der Asphalt dann aber in Felsbrocken und groben Schotter über, so dass ich den Weg teilweise nur noch „füsselnd“ oder schiebend hinter mich brachte. Nachdem wir wieder die Straßen erreicht hatten, wollten wir es lieber auf dieser weiter versuchen. Die Abfahrt war dann traumhaft schön – keine Autos und der erste Blick auf den Genfer See mit den Alpen 🏔️ als Panorama. Im späteren Verlauf der Straße fehlte dann der Asphalt, was sich aber trotzdem noch ganz gut fahren ließ. Gerade dort, wo wir die Straße an einem Abzweig verlassen sollten, trafen wir auf die aktuellen Bauarbeiten, was mit den Rädern aber kein Problem war.
Nach einer letzten kurzen Pause ging es dann zu unserem heutigen Hotel, in dem wir dann auch gut gegessen haben.



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