Zum Genfer See und Bodensee – Tag 6

Nach dem gestrigen windigen Regentag war für heute wieder schönes Radfahrwetter angekündigt. Es standen uns zwar einige Höhenmeter bevor, aber wir wollten die Etappe ganz entspannt angehen.

Der Morgen begann auch ganz verheißungsvoll, der Blick aus unserem Fenster war wunderschön. Wolkenloser Himmel, in den Tälern hing der Nebel, darüber schien die Sonne. Kurz vor halb zehn wollten wir uns dann auf die Räder schwingen und mussten feststellen, dass die Akkus nur zu gut 3/4 geladen waren. Da wir auch in unserem Zimmer am Abend einige Stromschwankungen bemerkt haben vermuten wir, dass es am Abend einen Aussetzer bei der Stromversorgung gab und das Laden unterbrochen wurde. Da die Etappe aber mit über 800 Höhenmetern angegeben war, waren wir auf die volle Kapazität der Akkus angewiesen. Unterwegs laden ist in der Region eher nicht möglich. Also schlossen wir die Räder noch mal an den Strom und genossen die Sonne bei noch recht frischen Temperaturen im Garten der Domaine und sahen den Tieren beim Fressen zu.

Gegen 10:45 Uhr konnten wir dann mit vollen Akkus starten. Der Weg schlängelte sich zunächst auf und ab durch Wälder und Wiesen, um dann über 5 Kilometer in Serpentinen spektakulär und rasant ins Tal zu führen. Nur der Gedanke daran, dass wir die ganzen Höhenmeter später wieder hinauf strampeln müssten hat den Spaß gedanklich etwas geschmälert. Unten angekommen nutzten wir die Gelegenheit zu einer frühen Pause mit Heißgetränk, da die Gegend tatsächlich so dünn besiedelt ist, dass auf den nächsten 40 Kilometern keine Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeit zu erwarten war.

Die folgenden Steigungen waren dann recht gut zu bewältigen, lange nicht so steil und anstrengend wie am Nachmittag zuvor. Landschaftlich war das heute für mich mit die schönste Etappe bislang. Und auch der Weg konnte bis kurz vor Schluss nicht besser sein. Zuerst fuhren wir auf Straßen mit recht wenig Verkehr, später dann viele Kilometer auf einem sensationellen Radweg. Erst mit Erreichen von Pontalier ca. 15 Kilometer vor unserem Ziel wurde der Verkehr für ein paar Kilometer sehr unangenehm. Dafür gab es vorher im Ort eine leckere Stärkung in einer Boulangerie und Partisserie 😋 Das Ziel war der Ort Saint-Point-Lac am Lac de Saint-Point 😉 Die Unterkunft ist auch heute großartig 😊 Man merkt aber deutlich, dass wir außerhalb der Hauptsaison unterwegs sind. Wir scheinen mal wieder die einzigen Gäste zu sein.

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